Exklusivmarke Postillion

Als besonderen Genuss bieten wir Ihnen die von der Firma Bernard Schnupftabake GmbH speziell für uns komponierte Exklusivmarke Postillion an.

Snuff and More; Postillion

Ein Arrangement aus exquisiten Tabaken und kostbaren Zugaben, welches das Herz eines jeden Schnupftabakfreundes höher schlagen läßt.

Dieses Unikat unter den Schnupftabaken ist nur hier bei Snuff and More erhältlich!

Willkommen bei Snuff and More

In der unendlichen Welt der Genüsse von Snuff and More finden Sie:

  • Schnupftabake und Snuffs aus aller Welt.
  • Kautabake für den besonderen Geniesser.
  • Schnupftabak Zubehör, wie Tabakdosen, Portionierer, Schnupftücher, uvm.
  • Duftlampen und Duftöle aus der Fragrance Serie von Ashleigh & Burwood.
  • Unsere Shisha Welt mit Wasserpfeifen, Shisha-Tabaken uvm.
  • Zippo Exklusiv – die schönsten Feuerzeug-Modelle für Sammler und Liebhaber.

Snuff-and-More Online-Shop

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Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Bummeln, Einkaufen, Geniessen und stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.

 

Schnupfen statt Rauchen – Genuss ohne Reue

Mit freundlicher Unterstützung von Herrn Wilhelm Pauli

 

Nutzen wir die Gelegenheit, einmal des weithin unterschätzten, gar geschmähten Schnupftabaks zu gedenken…

der es ja dem Bedürftigen ermöglicht, ganz ohne "Belästigung" von Mensch und Natur, sein Quantum Nikotin in Form von Schnupftabak aufs Rücksichtsvollste durch die Nasenschleimhäute diffundieren zu lassen. Selbst in sakralen Räumen!

Nasale Weltgeschichte... die Azteken genossen Schnupftabak,

die Inkas auch. Sie hatten es von Indianerstämmen übernommen, die vor ihnen Peru besiedelten. Mit dem Tabak, und schneller als die Kartoffel, verbreitete sich das Schnupfen in Europa. Vor allem in Adelskreisen und im Klerus. Als Katharina von Medici die Kopfschmerzen ihres Sohnes Franz mit Schnupftabak heilt, bekommt der den Ehrennamen "poudre de la reine". Ein Rückschlag um 1604: Jakob I. von England verstößt Edelleute vom Hofe, die das Schnupfen nicht lassen können. 1624 eine Bulle von Urban VIII., die Exkommunikation beim Gebrauch von Schnupftabak in der Kirche androht.

Ab 1633 dann der Aufschwung: In Konstantinopel wird nach der katastrophalen Feuersbrunst die Todesstrafe fürs Rauchen verhängt. Immer mehr steigen auf den Schnupftabak um. Die Holzbauweise macht Raucher zum Sicherheitsrisiko. In Frankreich gibt es Schnupftabak unterdessen auf Rezept in der Apotheke. Als der Ansturm leidender Franzosen immer größer wird, Tabak wird als das natürliche Gesundheitsmittel schlechthin geschätzt, verhängt Richelieu eine Tabaksteuer.

1773 berichtet ein Dr. Johnson: "Das Rauchen ist unmodern, weil alle Welt Schnupftabak zu sich nimmt." Die Engländer genießen zu 90 Prozent ihren "Snuff", 10 Prozent greifen zur Pfeife. Man geht nicht mehr ohne Taschenreibe. Um 1800 ist die Hochzeit der Schnupfkultur. Hatte der Dreißigjährige Krieg dereinst die Verbreitung des Schnupftabaks europaweit gefördert, so der Krimkrieg, 1856, die der Zigarette. Die Fähigkeit, Tabakkrümel in alte Zeitungsreste zu rollen, wird vervollkommnet. Billige und preiswerte Sicherheitsstreichhölzer tun das Ihre.

Mit dem Schnupftabak geht es bergab. England und Bayern bleiben Hochburgen. Um 1900 gibt es in Bayern noch 50 Schnupftabaksfabrikanten. Zwei sind geblieben: Bernard, Deutschlands älteste Schnupftabak-Fabrik, in Regensburg und Pöschl in Landshut, der Weltmarktführer. Der Jahresverbrauch von Snuffs in der Bundesrepublik hat sein tiefstes Tief überwunden und stieg in den vergangenen Jahren auf etwa 180000 Kilogramm per annum. 60000 Kilogramm Schnupftabak gehen von hier aus in etwa 60 Länder der Welt.

Kleine Warenkunde des "Snuffs"….

Allein der Marktführer, der 93 Prozent des einheimischen und rund 50 Prozent des Weltmarktes bedient, bietet über zwei Dutzend verschieden parfümierter Schnupftabake an. Wie bei Kaffee, Schokoladen oder jetzt auch Bier hatten wir beim Tabak sehr früh das Phänomen der Verunreinigung durch alles, was sich oral beziehungsweise nasal inkorporieren lässt. Wichtig ist die Unterscheidung von Schmalzler und Snuff.

Der tabaktreue Schmalzler

wird aus dunkler brasilianischer Ware hergestellt, daher auch die Bezeichnung "Brasil". Ihn könnten wir als "Rothändle oder Reval unter den Schnupftabaken" bezeichnen.

Die gelieferten Tabake, zum Teil Granulate, werden soßiert, fermentiert, zur Reife gelagert, getrocknet, gemahlen, gemischt. Schmalzler heißt die Sorte, weil ihr früher gern die Feuchte und Geschmeidigkeit zum längeren Gebrauch durch Beimischung von Schmalz garantiert wurde. Da Schmalz aber durchaus ranzig wird, benutzt man heute hochwertige Öle.

Für den Snuff

werden meist helle Tabaksorten aus den USA oder Afrika verwendet. 10 bis 20 Sorten werden zu einem guten gemischt. Die werden zu Mehl gemahlen, wochenlang in aromatischen Hölzern gelagert und dann mit den ätherischen Ölen, Pfefferminz, Eukalyptus und Menthol vermischt. Das bringt dem Snuff die heute so beliebte "Frische sofort!" - Wirkung.

Bei den Schmalzlern hätten wir "Schmalzlerfranzl" von Bernard zu nennen oder Pöschls "Doppelaroma". Dass die Fertigung nicht ohne Liebe und Mühe über die Bühne geht, können wir an dem Beispiel der Soßierung des Schnupftabaks für die Sorte "Marocco" nach einem Rezept aus dem Jahre 1799 ermessen:

"Man nehme Brunnen- oder fließendes Wasser 96 Kannen und koche darin: 32 Pfund Zwetschken mit den Steinen, gestoßen; 10 Pfund große Rosinen, gestoßen; 1 Loth Gewürznelken, gestoßen; 1 Pfund Wachholderbeeren, gestoßen; 2 Pfund geschnittenes Rosenholz; 2 Pfund Lavendelblüten... Alles dieses wird in einen Kessel gethan, recht zugedeckt und gekocht... dann 6 Pfund Honig in ein Geschirr gethan, 4 Kannen guten Weinessig und 6 Bouteillen rothen Burgunderwein darauf gegossen. Dieses alles in die kaltgewordene Sauce gethan, und in einem Fasse in einer warmen Stube 8 bis 10 Wochen stehen gelassen, bis sie sauer und brauchbar ist. Wenn die Sauce gebraucht werden soll, so thut man 6 Pfund Salz darein." (nach Heiner Schaeffer: Schnupf, Bruder!, Grafenau 1985).

Der Schnupftabak und die Gesundheit!

Wenn wir das jetzt alles in der Nase haben plus den führenden Krebserreger Tabak, fragen wir natürlich: Und das soll gesund sein?

Indes neigen nach immer wieder aufflammenden Auseinandersetzungen Wissenschaft und Erfahrung einem weitgehenden Freispruch des Schnupftabaks zu. Es fehlt ja jegliches Kondensat! Und was im Verbrennen entfesselt wird und inhaliert – auch. Der Aufkleber der Todesdrohungen, der die Zigaretten für coole junge Menschen so attraktiv macht, wurde auf den Schnupftabak-Dosen abgelöst durch den milderen: "Kann Ihre Gesundheit schädigen und macht abhängig."

Früher hieß der Stoff auch "Gesundheitstabak", "Nervenverstärker", "Medicated Snuff" oder "Augentabak". Hals-, Nasen-, Ohrenärzte priesen den positiven Effekt bei trockenen Schleimhäuten ("Im Untertagebau wird begeistert geschnupft."), der Medizin-Nobelpreisträger Wagner-Jauregg empfahl 1936 Schnupftabak als vorzügliches Mittel gegen Kopfschmerzen.

Andere Ärzte wollen beobachtet haben, dass Schnupfen Erkältungen vorbeugt, und das trifft sich mit den Erhebungen der Hersteller bei Kunden wie in den eigenen Häusern, wo die Krankenstände legendär niedrig sein sollen. Und natürlich stärkt der "Augentabak" durch die Ermunterung sekretorischer Vorgänge im Erkerbereich die Sehkraft.

Immer wieder aufkommende Gerüchte, zur Gewinnung einer höheren Reizpotenz würde dem Schnupftabak gestoßenes Glas zugefügt, konnte der Autor bei seinen Recherchen schon vor Jahrzehnten verwerfen. "Bei diesem Gerücht handelt es sich um ein Märchen", antwortete damals Bernard. Und die Landshuter kannten auch dessen Ursprünge: "Hier handelt es sich um ein Märchen, und das kommt daher, weil vor Jahren im Bayerischen Wald ein Glasmacher seinem Kollegen Glasstaub heimlich in die Schnupftabakdose beimischte, um ihm zu schaden, was dann von einer Zeitung verallgemeinert wurde. Laut Lebensmittelgesetz wäre Glasbeimischung ohnehin verboten."

Um noch einmal auf den Krebs zu kommen: Eine ausführliche und neue Studie des Bremer Instituts für Präventionsforschung kann keine signifikante Beziehung zwischen Schnupftabak und dem eh seltenen Nasenkrebs feststellen. Es sei denn, der Schnupfer raucht auch noch. Auch Oberarzt Önder Götkas von der HNO-Abteilung der Charité in Berlin gibt zu, dass es immer noch nicht gelungen ist, den Nasentabak zu überführen. Er berichtet aber von amerikanischen Studien, wonach durch reiche Schnupftabakgaben bei Mäusen und Ratten zarte Schnäuzchen kanzerös erkrankten. Und er warnt davor, dass der Nikotinsüchtige vom Schnupftabak zur Zigarette wechseln könnte.

Die tatsächliche gesellschaftliche Entwicklung des Schnupftabaks dürfte aber gerade andersherum verlaufen. Und über die Menge des hochgezogenen Pulvers wäre in diesem Zusammenhang auch noch zu reden. Dänische Spitzenschnupfer brachten es um 1800 beispielsweise auf einen Jahresverbrauch von 20 Kilogramm. Der kultivierte mitteleuropäische Schnupfer unserer Tage versorgt sich aus einer Zehn-Gramm-Box, die ihm mindestens eine Woche reichen dürfte. Übrigens zum Preis einer halben Schachtel Zigaretten.

Zusammengefasst können wir getrost feststellen, dass unter all den Formen des Tabakgenusses, dem Kauen, dem Rauchen, das Schnupfen am ungefährlichsten ist.

Genuss mit Snuff und Schnupftabak….

Mag ja alles sein, sagt der kämpfende Raucher. Aber das Rauchen, das "kleine Zigaretterl" ist doch so viel mehr, als nur Nikotin reinzuziehen. Es ist doch ein ganzer Kosmos privater Selbstdarstellung in gesellschaftlicher Erhitzung oder Entspannung. Ein durch und durch soziales Phänomen und Wirkzeug!

Gewiss. Und es gibt neben der Unwissenheit und Ungeschicklichkeit durch mangelnde Vorbilder freilich auch abschreckende Beispiele, wenn in üblen Gaudiwirtschaften eine "Prisschleuder" oder ein "Tiroler Schnupfhammer" auf dem Tisch steht, ein katapultartiger Halbautomat, mit dem man sich beide Nasenlöcher gleichzeitig versorgen lassen können soll. Jeder, der einmal erleben musste, wie unwürdige Greise sich über Tischplatten krümmen, Bärte durch Tomatensuppen schwimmen und enthemmte Weiber aufkreischen, wenn die Schnupftabak-Prisen an den Nasen vorbei um die Ohren fliegen, kann vor solchen Geräten nur warnen. So geht es natürlich nicht!

Vielmehr stippt man sich eine stecknadelkopfgroße Snuff-Prise aus der Box auf den Handrücken oder in die Kuhle zwischen der Wurzel von Daumen und Zeigefinger und zieht die Prise, später dann vielleicht Pyramide, leicht hoch, bloß nicht gleich ins Hirn, damit hinten nicht alles runterläuft. Wir erschnuppern sie, als röchen wir an Blumen oder prüften das Bouquet eines guten Weines. Vorne in der Nase soll der Schnupftabak bis auf Weiteres verbleiben. Nur Anfänger werden haltlos in der Gegend herumniesen.

Damen mit den Mittelknorpel stark entblößenden Nasenlochschnitten (Ingrid-Bergmann-Nasen) empfiehlt sich der Gebrauch von Schnupftabaksdosen, aus denen sie mit Daumen und spitzem Zeigefinger ihr Quantum entnehmen, direkt platzieren und so unschönen Anhang vermeiden können. Und wem aus Imagegründen ein "Schmalzlerfranzl", eine "Gletscherprise" zu seppelartig klingt, der greife eben zum schillernden "Gawith Apricot Snuff", zum geckenhaften "Mac Craig Royal"...

Das Schnupfen bedarf einer inneren Gelassenheit, einer gewissen Grandezza auch. Es ist ein Zurücklehnen in der Hetze des Alltags, eine Minute der Besinnung und des befreienden Genusses – grad so wie beim Genießen der Zigarette – und kein Rummelplatzallotria.

Es darf hier einmal an den Altkanzler Staatsmann Schmidt erinnert werden, der, es muss Anfang der 80er-Jahre gewesen sein, plötzlich vor Millionen verblüffter Fernsehzuschauer aus den Tiefen seines Rockes ein Schächtelchen barg, auf den Handrücken stippte, diese Hand auf Mundhöhe führte, das schöne Haupt mit der gut gewachsenen Nase senkte, den vorher auf den Handrücken verbrachten Schnupftabak wegschnubbelte und sich wieder zurückwarf, mit nur angedeutetem Säubern des Nasenumfeldes. Hatte Schmidts Nase da auch nur für einen Augenblick Würde und Lässigkeit verloren, gar Überblick? Ganz im Gegenteil! Allerdings, das sei nicht verschwiegen, schnupfte und rauchte er wenig später haltlos durcheinander. Das war vielleicht übertrieben

Feuer für den Diskurs – Schnupftabak zur Inspiration!

Doch wie wir mit dem Schnupfen die autonome Hauptperson einer Kneipenrunde darstellen können, ganz wie mit dem Einsatz unserer Zigarette, oder eine Gemeinschaft befeuern und vertiefen mit dem Rundumgehenlassen einer Schnupftabaksbox, so können wir in erregten Debatten uns vorbeugen, mit dem Klopfen der Box auf den Tisch nerven, dass ein jeder merkt, gleich kommt der Diskurshammer, und wir können Snuff-Prisen reinziehen, bis die Augen tränen, grad wie beim Rauchen. Ja, das Schnupfen befeuert auch den Diskurs selbst.

Es gibt unzählige Quellen durch die Jahrhunderte, die uns zeigen, wie Geistesschaffende sich diese inspirierende Erregung zunutze machten. Doch heute, da eher das Sportive oder Extremsportive Eindruck macht, dies als Beispiel: "Mehrere deutsche Himalaja-Expeditionen hatten ,Gletscherprise' im Reisegepäck und als sehr empfehlenswert auch in großen Höhen gelobt. Auch die als Träger tätigen Sherpas konnten mit einer Prise Schnupftabak zu größerer Leistung angespornt werden." (Pöschl Abc).

Der Charme von Snuff und Schnupftabak….

Aber wo bleiben, bitte, die "Signale der Sinnlichkeit", worüber, den Einsatz der Zigarette betreffend, es ganze Bücher gibt?

Kein Problem: Wer einmal zart die Fingerspitzen der begehrten Frau ergriffen, leicht ihre Hand erhoben hat, die Augen versenkend ein Prischen Schnupftabak auf den Handrücken der Schönen klopfte, die Hand ihr galant zur Nase führte und dann auch noch mit einem frischen Taschentuch aufwarten konnte, der weiß, dass er des Rauchs angestrengtes Gekringel getrost vergessen kann.

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Wilhelm Pauli -2008-